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Windkraft im Binnenland in sogenannten Schwachwindgebieten ist volkswirtschaftlich unsinnig und wird derzeit über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)massiv subventioniert. Aufgrund dieser Subventionierung haben sich die Stromrechnungen der Bürger seit Einführung des EEG mehr als verdoppelt. Strom aus Windkraft kann derzeit im System nicht verwertet werden, weil es keine Speichermöglichkeiten gibt. Bis zur Entwicklung technisch wirksamer sowie ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller Stromspeichersysteme ist daher, der weitere Ausbau von Windkraft zu stoppen. Ein weiterer Ausbau darf erst erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass die Schwankungen in der Energieerzeugung in ökonomisch und ökologisch sinnvoller Weise aufgefangen werden können und Antworten auf die grundlegenden technischen Probleme vorhanden sind.

windräder

Außerdem muss neben den ökologischen und den ökonomischen Aspekten auch der Schutz der Anwohner und der Kulturlandschaft stärker berücksichtigt werden. Deshalb fordert die FDP die zehnfache Höhe der Windräder als Mindestabstand zur Wohnbebauung. Ein entsprechendes Gesetz wird derzeit im Hessischen Landtag beraten.

 

Für die kurzfristig anstehenden Entscheidungen der Gemeinde Brechen bedeutet das aus unserer Sicht:

1. Die FDP Brechen lehnt die Verpachtung gemeindeeigener Flächen z.B. in Villmar-Langhecke für Windkraftanlagen ab. Das unternehmerische Risiko eines unwirtschaftlichen Windparks auf gemeindeeigenen Flächen ist zu hoch. Mögliche Rückbaukosten müssten bei Insolvenz des Betreibers vom Steuerzahler getragen werden, da die Rücklagen in der Regel nicht ausreichend sind. Außerdem erfordert der Bau der Anlagen in Langhecke umfangreiche Rodungsarbeiten am Gemeindewald, die Folgeschäden im Wald nach sich ziehen. Die FDP Brechen hat sich bewusst für eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung eingesetzt, um die Pläne für Villmar-Langhecke öffentlich zu diskutieren. Aus Sicht der Freien Demokraten wäre es wichtig, die Bürger von Brechen, Langhecke und Münster in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Die geplante interne Infoveranstaltung für Gemeindevertreter durch eine nachgeordnete Behörde des Grünen Wirtschaftsministers Tarek Al Wazir kann nicht als unabhängig angesehen werden.

2. Die FDP Brechen lehnt den Bau von Windrädern in Oberbrechen ab. Die geplante Windkraftvorrangfläche zwischen Oberbrechen und Niederselters ist nur rund 800 m von der Wohnbebauung entfernt. Damit erfüllt sie nicht einmal den vom Landesentwicklungsplan vorgesehenen Abstand von 1000m zur Wohnbebauung. Der Teil der Fläche auf Selterser Gebiet wurde bereits nach Widerstand der Gemeinde Selters aus der Planung genommen. Die FDP Brechen fordert, dass die Gemeinde Brechen sich im Rahmen der bald anstehenden zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung gegen die Fläche auf Brecher Gemeindegebiet wendet. Im Rahmen der ersten Offenlage war ein entsprechender Antrag der BWG mit 11:11 bei einigen Enthaltungen in der Gemeindevertretung gescheitert. Es gilt jetzt, erneut über diese Frage zu entscheiden.

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